
Deponietyp A/B/C/D/E
Die Deponietypen A bis E sind die fünf Kategorien von Deponien nach der Schweizer Abfallverordnung VVEA, abgestuft nach dem Schadstoffgehalt der zugelassenen Abfälle: Typ A für unverschmutzten Aushub, Typ B für Inertstoffe, Typ C für stabilisierte Rückstände, Typ D für Schlacken und Typ E für belastete Abfälle.
Deponietyp A/B/C/D/E im Detail.
Die Abfallverordnung VVEA von 2016 hat die früheren Bezeichnungen Inertstoffdeponie, Reststoffdeponie und Reaktordeponie durch die Typen A bis E ersetzt. Jeder Typ hat eigene Anforderungen an Standort, Abdichtung, Sickerwasserfassung und Nachsorge, und der Anhang 5 der VVEA legt fest, welche Abfälle mit welchen Grenzwerten angenommen werden dürfen. Für den Tiefbau sind vor allem die Typen A, B und E relevant, weil dort Aushub, Bauschutt und belasteter Boden landen.
Deponie Typ A nimmt ausschliesslich unverschmutztes Aushub- und Ausbruchmaterial an. Sie ist oft eine Kiesgrube in der Wiederauffüllung und braucht keine Abdichtung. Typ B nimmt Inertstoffe wie Bauschutt, Mischabbruch, Asphalt ohne Teer, Glas, Keramik und schwach verschmutzten Aushub an, der die Grenzwerte für Typ B einhält. Typ C ist für stabilisierte Rückstände, etwa aus der Rauchgasreinigung. Typ D nimmt Schlacken aus Kehrichtverbrennungsanlagen an. Typ E ist für belastete Abfälle mit höheren Schadstoffgehalten, darunter stark verschmutzter Aushub, Strassenaufbruch mit Teer und Asbestzementabfälle in Big-Bags.
Wer Material anliefert, muss den Deponietyp nachweisen. Für Aushub geschieht das über den Nachweis der Unverschmutztheit oder eine Analyse nach VVEA Anhang 5. Der Deponiebetreiber kontrolliert die Anlieferung und kann bei Zweifel Proben entnehmen. Falsche Deklaration ist strafbar und teuer, weil die Deponie das Material zurückweist oder umlagert. Der Begleitschein und die Deponierechnung bilden den Entsorgungsnachweis, den viele Gemeinden im Kanton Zürich vor der Bauabnahme sehen wollen.
Im Kanton Zürich gibt es zahlreiche Deponien Typ A in Kiesgruben, etwa im Zürcher Oberland und im Glatttal, sowie mehrere Deponien Typ B. Deponien Typ E sind selten und liegen weiter entfernt, was die Transportkosten erhöht. Das AWEL führt die Liste der bewilligten Deponien. Weil die Kapazitäten für Typ A knapp werden, steigt der Druck, Aushub auf der Baustelle oder in der Nähe wiederzuverwenden. Die Verwertung von unverschmutztem Aushub in Auffüllungen geht der Deponierung nach VVEA immer vor.
Typische Fehler sind das Anliefern von Mischabbruch auf Typ A, das Fehlen von Analysen bei Verdachtsflächen und das Übersehen von teerhaltigem Belag, der nach Typ E gehört. Richtwerte für Annahmegebühren ohne Transport: Typ A CHF 5 bis CHF 20 pro m³, Typ B CHF 40 bis CHF 90 pro Tonne, Typ E CHF 120 bis CHF 300 pro Tonne. Swiss Group Constructions deklariert Aushub und Bauschutt korrekt, fährt mit eigenen Lastwagen zur passenden Deponie und liefert die Entsorgungsnachweise.
Beispiel: Strassensanierung in einer Gemeinde im Zürcher Oberland
Bei der Sanierung einer 300 m langen Quartierstrasse fallen drei Materialarten an. Der alte Asphalt wird beprobt: Die obere Schicht ist teerfrei und geht ins Recycling, die untere Schicht aus den 1960er-Jahren enthält Teer (PAK über Grenzwert) und wird auf eine Deponie Typ E gebracht. Die Kofferung ist unverschmutzt und geht auf eine Deponie Typ A in einer nahen Kiesgrube. 40 Tonnen alte Betonrohre gehen als Inertstoff auf Typ B. Jede Fraktion wird getrennt gelagert und mit Begleitschein transportiert.
Welcher Deponietyp ist für Aushub aus einem Einfamilienhaus richtig?
Unverschmutzter Aushub gehört auf eine Deponie Typ A oder besser in eine Verwertung, etwa eine Kiesgrubenauffüllung. Schwach verschmutzter Aushub geht auf Typ B, stark verschmutzter auf Typ E. Bei Parzellen ohne Vorbelastung ist Typ A der Normalfall.
Was ist der Unterschied zwischen Deponie Typ A und Typ B?
Typ A nimmt nur unverschmutztes Aushub- und Ausbruchmaterial an und braucht keine Abdichtung. Typ B nimmt zusätzlich Inertstoffe wie Bauschutt, Beton, Ziegel und schwach verschmutzten Aushub an und ist mit Basisabdichtung und Sickerwasserfassung ausgestattet. Typ B ist entsprechend teurer.
Was kostet die Deponierung pro Tonne?
Als Richtwert ohne Transport: Typ A CHF 5 bis CHF 20 pro m³, Typ B CHF 40 bis CHF 90 pro Tonne, Typ E CHF 120 bis CHF 300 pro Tonne. Dazu kommen Transportkosten von CHF 8 bis CHF 20 pro Tonne je nach Distanz. Die Verwertung in Kiesgruben ist oft günstiger als die Deponie.
Das setzen wir für Sie um.
01ReinigungEntsorgung
Entsorgung umfasst das Bereitstellen von Mulden, den Abtransport und die fachgerechte Verwertung von Bauschutt, Mischabbruch, Sperrgut und Aushubmaterial sowie die Räumung von Wohnungen, Kellern und Gewerbeflächen.
02BauTransporte
Transporte im Bau umfassen die Abfuhr von Aushub und Bauschutt, die Lieferung von Kies, Sand und Humus sowie die Bereitstellung von Mulden.
03BauRückbau
Rückbau ist der kontrollierte, selektive Abbau eines Gebäudes in einzelne Materialfraktionen.
Deponietyp A/B/C/D/E: Wir setzen es um.
Begehung vor Ort, verbindliche Offerte, ein Ansprechpartner — für Bau, Tiefbau und Reinigung im Kanton Zürich.
