
Deckschicht
Die Deckschicht ist die oberste Lage eines Strassen- oder Platzbelags, meist 3 bis 4 cm Asphalt mit feiner Körnung. Sie schützt die Tragschicht vor Wasser und Abrieb und bestimmt Griffigkeit, Ebenheit und Aussehen.
Deckschicht im Detail.
Die Deckschicht ist die Verschleissschicht eines Belags. Sie ist dem Verkehr, dem Wetter, dem Streusalz und der UV-Strahlung direkt ausgesetzt und wird deshalb aus feinerem, dichterem Mischgut hergestellt als die Tragschicht darunter. Ihre Aufgaben sind das Abdichten des Aufbaus gegen eindringendes Wasser, eine griffige und ebene Fahrfläche sowie das Ableiten des Regenwassers über das Quergefälle zu den Randabschlüssen und Einlaufschächten.
Beim Asphalt heissen die gängigen Deckschichtsorten AC 8 und AC 11, wobei die Zahl das Grösstkorn in Millimetern angibt. AC 8 wird bei Gartenwegen, Vorplätzen und Trottoirs verwendet, AC 11 bei Zufahrten und Quartierstrassen. Für stark befahrene Strassen kommen Splittmastixasphalt (SMA) oder Gussasphalt zum Einsatz. Die Einbaustärke beträgt 2.5 bis 4 cm; dünnere Lagen kühlen beim Einbau zu schnell ab und lassen sich nicht sauber verdichten.
Die Anforderungen sind in den VSS-Normen SN 640 430 (Walzasphalt, Konzeption und Ausführung) und SN 640 431 (Anforderungen an Deckschichten) festgelegt. Wichtig sind der Hohlraumgehalt von 3 bis 6 Volumenprozent, die Ebenheit von maximal 4 mm unter der 4-m-Latte und die Verklebung mit der Tragschicht durch eine Bitumenemulsion. Ohne diese Haftbrücke löst sich die Deckschicht unter Schubbelastung, etwa beim Bremsen oder Wenden.
Neben Asphalt gelten auch andere Oberflächen als Deckschicht: Verbundsteinpflaster auf Splittbett, Natursteinpflaster, Chaussierung und Mergel bei Wegen oder ein Oberflächenbehandlung mit Splitt bei Landwirtschaftsstrassen. Im Kanton Zürich verlangen viele Gemeinden bei Vorplätzen und Parkflächen versickerungsfähige Deckschichten, um das Abwassersystem zu entlasten. Dazu eignen sich Sickerasphalt, Rasengittersteine oder Splittfugenpflaster.
Der häufigste Fehler ist, nur die Deckschicht zu erneuern, obwohl der Schaden aus der Tragschicht kommt. Netzrisse und Setzungen kehren dann innert zwei bis drei Jahren zurück. Eine reine Deckschichterneuerung ist nur sinnvoll bei Oberflächenschäden wie Ausmagerung, Splittverlust oder kleineren Rissen. Als Richtwert kostet eine neue Asphaltdeckschicht von 3 cm inklusive Fräsen der alten Schicht und Haftbrücke CHF 45 bis CHF 70 pro Quadratmeter bei Flächen ab 100 m². Bei kleinen Flächen steigen die Kosten durch Mindestmengen und Anfahrt deutlich.
Beispiel: Parkplatz eines Mehrfamilienhauses in Uster
Auf dem 180 m² grossen Parkplatz einer Liegenschaft in Uster ist die Deckschicht nach 25 Jahren ausgemagert, der Splitt löst sich und es bilden sich Pfützen. Die Tragschicht ist bei einer Kontrollbohrung intakt. Der alte Belag wird 3 cm tief gefräst, die Fläche gereinigt, mit Bitumenemulsion vorgespritzt und mit AC 11 neu belegt. Das Quergefälle wird auf 2 Prozent korrigiert, damit das Wasser wieder zum Einlaufschacht fliesst. Ausführung in zwei Tagen, Richtwert rund CHF 11'000.
Wie dick ist eine Asphaltdeckschicht?
Üblich sind 2.5 bis 4 cm. AC 8 wird mit 2.5 bis 3 cm eingebaut, AC 11 mit 3 bis 4 cm. Dünnere Schichten sind nach VSS-Norm nicht verdichtbar, dickere bringen keinen Vorteil, weil die Tragfunktion bei der Tragschicht liegt.
Reicht es, nur die Deckschicht zu ersetzen?
Nur wenn die Tragschicht intakt ist. Oberflächliche Schäden wie Splittverlust, Ausmagerung oder feine Risse lassen sich mit einer neuen Deckschicht beheben. Bei Setzungen, Spurrinnen oder Netzrissen liegt das Problem tiefer, und die Deckschicht allein hält nur wenige Jahre.
Warum bildet die neue Deckschicht Pfützen?
Meist fehlt das Quergefälle von mindestens 2 Prozent oder die Randabschlüsse liegen höher als der Belag. Beim Einbau muss die Deckschicht auf die Höhe der Randsteine und Schachtdeckel abgestimmt werden. Kleine Mulden entstehen auch, wenn von Hand statt mit Fertiger eingebaut wird.
Das setzen wir für Sie um.
01BauStrassenbau
Strassenbau umfasst befahrbare Flächen mit tragfähigem Aufbau: Zufahrten, Vorplätze, Parkplätze, Quartier- und Erschliessungsstrassen sowie Belagssanierungen.
02BauWegebau
Wegebau umfasst Wege und Flächen für Fussgänger: Gartenwege, Hauszugänge, Gehwege, Mergelwege und Sitzplätze.
03BauUmgebungsarbeiten
Umgebungsarbeiten sind alle Bauarbeiten rund ums Gebäude nach dem Rohbau: Hinterfüllung, Terrain, Zufahrt, Wege, Sitzplätze, Mauern, Treppen, Entwässerung und Humusierung.
Deckschicht: Wir setzen es um.
Begehung vor Ort, verbindliche Offerte, ein Ansprechpartner — für Bau, Tiefbau und Reinigung im Kanton Zürich.
