
Belagssanierung
Belagssanierung ist die Instandsetzung eines beschädigten Strassen- oder Platzbelags, von der Rissverfüllung über den Ersatz der Deckschicht bis zum vollständigen Neuaufbau. Der Umfang richtet sich danach, ob der Schaden in der Deckschicht oder im Unterbau liegt.
Belagssanierung im Detail.
Eine Belagssanierung beginnt mit der Schadensdiagnose. Man unterscheidet Oberflächenschäden wie Ausmagerung, Splittverlust, Einzelrisse und Flickstellen von strukturellen Schäden wie Netzrissen, Spurrinnen, Setzungen, Frosthebungen und aufgebrochenen Rändern. Oberflächenschäden liegen in der Deckschicht, strukturelle Schäden in der Tragschicht oder im Untergrund. Die Zustandserfassung erfolgt nach VSS-Norm SN 640 925 mit Schadensindex; bei privaten Zufahrten genügt eine Sichtprüfung und allenfalls eine Kernbohrung.
Je nach Diagnose gibt es vier Sanierungsstufen. Erstens die Rissverfüllung mit Heissvergussmasse und lokale Flickarbeiten, sinnvoll als Unterhalt. Zweitens der Deckschichtersatz: 3 bis 4 cm abfräsen und neu belegen, wenn die Tragschicht intakt ist. Drittens der Ersatz von Trag- und Deckschicht bei strukturellen Schäden mit gesundem Koffer. Viertens der Vollausbau mit Erneuerung der Kofferung, wenn Setzungen oder Frostschäden auf einen ungenügenden Unterbau hinweisen.
Die technischen Anforderungen entsprechen dem Neubau: VSS-Normen SN 640 430 für Walzasphalt, SN 640 585 für die Tragfähigkeit. Beim Deckschichtersatz ist entscheidend, dass die Fräsfläche sauber gereinigt und mit Bitumenemulsion vorgespritzt wird, sonst haftet die neue Schicht nicht. Anschlüsse an bestehende Beläge werden gerade geschnitten und mit Fugenband abgedichtet. Schachtdeckel und Randabschlüsse müssen auf die neue Belagshöhe angepasst werden.
Im Kanton Zürich fallen bei privaten Belagssanierungen Sanierungen von Zufahrten, Vorplätzen und Parkplätzen von Liegenschaften an, oft nach 20 bis 30 Jahren Nutzung. Bei Stockwerkeigentum ist die Sanierung meist Sache der Gemeinschaft und wird aus dem Erneuerungsfonds bezahlt. Fräsgut aus Asphalt ist nach VVEA ein Recyclingstoff und wird an das Mischwerk zurückgegeben; teer- oder PAK-haltige Altbeläge aus der Zeit vor 1990 müssen separat entsorgt werden, was der Entsorgungsnachweis belegt.
Der teuerste Fehler ist die falsche Stufe: Wer bei Netzrissen nur die Deckschicht erneuert, sieht die Risse nach zwei Wintern wieder. Zu sparsam ist auch das Abdecken alter Beläge mit einer dünnen Schicht ohne Fräsen, weil dann alle Anschlüsse nicht mehr stimmen. Richtwerte pro Quadratmeter: Rissverfüllung CHF 8 bis CHF 15 pro Laufmeter, Deckschichtersatz CHF 45 bis CHF 70, Ersatz Trag- und Deckschicht CHF 90 bis CHF 130, Vollausbau CHF 140 bis CHF 200. Swiss Group Constructions führt Belagssanierungen von der Diagnose bis zum Einbau mit eigenen Maschinen aus.
Beispiel: Zufahrt einer Überbauung in Uster
Die 260 m² grosse Zufahrt einer Eigentümergemeinschaft in Uster zeigt nach 28 Jahren Netzrisse im Wendebereich und Ausmagerung auf der Geraden. Zwei Kernbohrungen zeigen: Im Wendebereich ist die Tragschicht zermürbt, auf der Geraden intakt. Die Sanierung wird gestuft: 80 m² Wendebereich mit Ersatz von Trag- und Deckschicht, 180 m² Gerade mit Deckschichtersatz. Drei Schachtdeckel werden angehoben, der Anschluss an die Gemeindestrasse mit Fugenband geschlossen. Bauzeit vier Tage, Richtwert rund CHF 24'000.
Woran erkenne ich, ob nur die Deckschicht oder der ganze Belag saniert werden muss?
Feine Einzelrisse, raue Oberfläche und loser Splitt sind Deckschichtschäden. Netzrisse in Krokodilhautmuster, Spurrinnen, Mulden und Frosthebungen zeigen, dass die Tragschicht oder der Untergrund nachgibt. Eine Kernbohrung für rund CHF 150 bis CHF 250 gibt Sicherheit über den Aufbau.
Was kostet eine Belagssanierung pro Quadratmeter?
Als Richtwert im Kanton Zürich: Deckschichtersatz mit Fräsen CHF 45 bis CHF 70 pro Quadratmeter, Ersatz von Trag- und Deckschicht CHF 90 bis CHF 130, Vollausbau mit neuer Kofferung CHF 140 bis CHF 200. Anpassungen an Schächten, Randsteinen und Anschlüssen kommen dazu.
Wann ist die beste Jahreszeit für eine Belagssanierung?
April bis Oktober bei trockener Witterung und Temperaturen über 10 °C. Asphaltdeckschichten brauchen warme Unterlagen, damit sie sich verdichten lassen. Im Winter sind nur Notreparaturen mit Kaltmischgut möglich, die im Frühjahr ersetzt werden müssen.
Das setzen wir für Sie um.
01BauStrassenbau
Strassenbau umfasst befahrbare Flächen mit tragfähigem Aufbau: Zufahrten, Vorplätze, Parkplätze, Quartier- und Erschliessungsstrassen sowie Belagssanierungen.
02BauWegebau
Wegebau umfasst Wege und Flächen für Fussgänger: Gartenwege, Hauszugänge, Gehwege, Mergelwege und Sitzplätze.
03BauUmgebungsarbeiten
Umgebungsarbeiten sind alle Bauarbeiten rund ums Gebäude nach dem Rohbau: Hinterfüllung, Terrain, Zufahrt, Wege, Sitzplätze, Mauern, Treppen, Entwässerung und Humusierung.
Belagssanierung: Wir setzen es um.
Begehung vor Ort, verbindliche Offerte, ein Ansprechpartner — für Bau, Tiefbau und Reinigung im Kanton Zürich.
