
Betonsorte / Expositionsklasse
Die Betonsorte beschreibt einen Beton nach Festigkeitsklasse (z. B. C25/30), Expositionsklasse (z. B. XC4, XF1), Grösstkorn und Konsistenz. Die Expositionsklasse gibt an, welchen Umwelteinflüssen das Bauteil ausgesetzt ist.
Betonsorte / Expositionsklasse im Detail.
Beton ist nicht gleich Beton. Die Betonsorte legt fest, was der Beton können muss: Die Druckfestigkeitsklasse (C20/25, C25/30, C30/37) nennt die charakteristische Festigkeit an Zylinder und Würfel in N/mm². Die Expositionsklasse beschreibt die Umgebung: XC für Karbonatisierung, XD für Chloride aus Streusalz, XF für Frost mit oder ohne Taumittel, XA für chemischen Angriff, X0 für unbewehrten Beton ohne Angriff. Dazu kommen Grösstkorn (meist 32 mm, bei engen Armierungen 16 mm) und Konsistenzklasse (C3 plastisch bis F5 sehr fliessfähig).
In der Schweiz gilt die SN EN 206 mit dem nationalen Anhang. Sie definiert Sortenbeton: Betonsorte A bis H mit vorgegebenen Kombinationen aus Festigkeit, Exposition und maximalem Wasser-Zement-Wert. Sorte A (C20/25, XC2) ist der einfache Fundamentbeton, Sorte C (C25/30, XC4, XF1) der Standard für Aussenwände, Sorte G (C30/37, XC4, XD3, XF4) der Beton für Bauteile mit Streusalz wie Garagenrampen oder Randabschlüsse an Strassen. Der Bauingenieur schreibt die Sorte in den Plänen vor; der Unternehmer bestellt sie beim Betonwerk.
Die Expositionsklasse beeinflusst direkt die Betonüberdeckung der Armierung nach SIA 262 und den maximalen w/z-Wert. Je aggressiver die Umgebung, desto dichter muss der Beton sein und desto tiefer liegt der Stahl. Für ein Kellerfundament in Hinwil ohne Grundwasser genügt XC2, für die Aussenseite einer Stützmauer neben einer gesalzenen Strasse braucht es XD3 und XF4 – sonst zerfrisst Streusalz den Beton innert weniger Winter.
Typische Fehler sind das Bestellen nach Gewohnheit («einfach einen C25/30») ohne Blick auf die Exposition, das Nachwässern des Betons auf der Baustelle, um ihn leichter einzubauen (erhöht den w/z-Wert und senkt Festigkeit und Dichtigkeit), und der Einsatz von fliessfähigem Beton auf Gefälle. Wer im Winter betoniert, muss zudem die Frischbetontemperatur und den Frostschutz beachten; unter 5 °C verlangsamt sich die Hydratation stark.
Als Richtwert kostet Transportbeton ab Werk im Raum Zürich CHF 170 bis 260 pro m³ für Standardsorten, Sonderrezepturen mit Zusatzmitteln oder Recyclingbeton liegen darüber. Dazu kommen Pumpe (CHF 400 bis 900 pro Einsatz) und Kleinmengenzuschläge. Swiss Group Constructions bestellt die Betonsorte nach den Vorgaben des Ingenieurs und dokumentiert Lieferscheine mit Sorte, Menge und Einbauzeit für die Bauabnahme.
Beispiel: Garagenzufahrt in Volketswil
Für eine neue Garagenzufahrt mit Rampe in Volketswil steht im Plan Beton C30/37, XD3, XF4, Grösstkorn 32 mm, Konsistenz C3. Der Grund: Die Rampe wird im Winter gesalzen und ist Frost-Tau-Wechseln ausgesetzt. Der Beton enthält Luftporenbildner für den Frostwiderstand und wird mit einer Überdeckung von 45 mm über der Armierung eingebaut. Die angrenzende Kellerwand, die nur mit Erdreich in Kontakt ist, wird günstiger mit C25/30, XC2 betoniert.
Was bedeutet C25/30?
C steht für Concrete, die erste Zahl für die charakteristische Druckfestigkeit am Zylinder (25 N/mm²), die zweite am Würfel (30 N/mm²), jeweils nach 28 Tagen. C25/30 ist die gängige Festigkeit für Fundamente, Bodenplatten und Wände im Wohnungsbau. Höhere Klassen braucht es bei grossen Lasten oder schlanken Bauteilen.
Welche Expositionsklasse braucht eine Kellerwand?
Eine erdberührte Kellerwand ohne Grundwasser und ohne Streusalz liegt meist in XC2, teilweise XC4. Ist die Wand teilweise sichtbar und der Witterung ausgesetzt, kommt XF1 dazu. Bei drückendem Wasser oder aggressivem Boden verlangt der Ingenieur XA-Klassen und eine wasserdichte Rezeptur. Massgebend ist immer der Plan.
Darf man Beton auf der Baustelle mit Wasser verdünnen?
Nein. Zusätzliches Wasser erhöht den Wasser-Zement-Wert, senkt die Festigkeit und macht den Beton poröser und weniger frostbeständig. Wenn der Beton zu steif ist, muss ein Fliessmittel zugegeben werden, das der Betonwerk-Lieferant mitführt. Die Konsistenz sollte bereits bei der Bestellung richtig gewählt werden.
Das setzen wir für Sie um.
01BauBetonarbeiten
Betonarbeiten umfassen das Schalen, Armieren und Betonieren von Bauteilen aus Ortbeton – Wände, Decken, Bodenplatten, Treppen und Aussenanlagen.
02BauFundamente
Ein Fundament leitet die Lasten eines Bauwerks in den tragfähigen Baugrund und muss frostsicher gegründet sein.
03BauStützmauern
Eine Stützmauer hält Erdreich an Hanglagen und Geländesprüngen zurück und schafft nutzbare, ebene Flächen.
Betonsorte / Expositionsklasse: Wir setzen es um.
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