
Blocksteinmauer
Eine Blocksteinmauer ist eine Stützmauer aus grossen, unbehauenen oder grob bearbeiteten Natursteinblöcken, die ohne Mörtel mit dem Bagger geschichtet werden. Sie hält durch Gewicht und Neigung und wird für Terrassierungen, Böschungssicherungen und Gartenmauern gebaut.
Blocksteinmauer im Detail.
Blocksteinmauern bestehen aus Steinen mit 200 bis 2'000 kg Gewicht, die einzeln mit dem Bagger versetzt und so gesetzt werden, dass jeder Block auf mindestens zwei darunterliegenden aufliegt. Die Mauer erhält einen Anzug von 10 bis 20 Prozent zum Hang und wird hinter den Steinen mit Kies und Sickermaterial verfüllt. Mörtel wird nicht verwendet; die Stabilität ergibt sich aus dem Gewicht, der Verzahnung und der Reibung zwischen den Blöcken. Damit ist die Blocksteinmauer eine geschichtete Schwergewichtsmauer.
Die Steinart prägt Aussehen und Preis. Im Kanton Zürich sind Moränenfindlinge aus regionalen Kiesgruben mit runder Form günstig, aber schwieriger zu schichten. Bruchsteine aus Gneis, Granit oder Kalkstein mit ebenen Flächen lassen sich präziser setzen und ergeben eine geschlossene Sichtfläche. Für Wasserbau und Bachverbauungen werden Wasserbausteine aus Kalk oder Gneis verwendet. Die Fugen können offen bleiben, bepflanzt oder mit kleineren Steinen ausgezwickt werden.
Die Bauweise folgt SIA 267 und den Regeln für Trockenmauern. Das Fundament besteht aus einer 40 bis 60 cm starken, verdichteten Kiesschicht oder bei belasteten Mauern aus Magerbeton, frostsicher 80 cm unter Terrain. Die unterste Steinreihe wird mit den grössten Blöcken gesetzt und um ein Drittel ihrer Höhe eingegraben. Hinter der Mauer liegt ein Sickerkörper aus Kies 16/32 oder 32/63 mit einer Drainageleitung nach SN 592000 am Fuss, getrennt vom Boden durch ein Geotextil, damit kein Feinmaterial einspült. Die Höhe ist ohne Rückverankerung auf rund 2 m begrenzt.
Im Zürcher Oberland sind Blocksteinmauern die verbreitetste Form der Stützmauer bei Terrassierungen, weil sie sich mit dem ohnehin vorhandenen Bagger bauen lassen, keine Schalung und keine Aushärtezeit brauchen und ins Landschaftsbild passen. Die Bewilligungspflicht richtet sich wie bei allen Stützmauern nach der kommunalen Bauordnung, meist ab 0.8 bis 1.5 m. Hinterfüllte Blocksteinmauern gelten als Terrainveränderung, wenn sie eine Aufschüttung stützen.
Häufige Fehler sind zu kleine Steine unter 200 kg, die sich verschieben, fehlender Anzug, ein Fundament auf lockerem Boden und das Verfüllen mit Aushub statt Kies, wodurch die Mauer bei Nässe ausbaucht. Als Richtwert kostet eine Blocksteinmauer aus Moränenfindlingen im Kanton Zürich CHF 500 bis CHF 800 pro Laufmeter bei 1 m Höhe, aus Gneis- oder Granitbruchsteinen CHF 700 bis CHF 1'100 pro Laufmeter, jeweils inklusive Fundament, Setzen und Hinterfüllung. Pro Quadratmeter Ansichtsfläche rechnet man mit CHF 350 bis CHF 600. Swiss Group Constructions setzt Blocksteinmauern mit eigenen Baggern bei Terrassierungen und Umgebungsarbeiten.
Beispiel: Böschungssicherung in Hinwil
Bei einem Einfamilienhaus in Hinwil rutscht die Böschung hinter dem Sitzplatz bei Starkregen ab. Auf 14 m Länge wird eine 1.3 m hohe Blocksteinmauer aus Gneisbruchsteinen gebaut. Der Kettenbagger hebt das Fundament aus, verdichtet 50 cm Kies und setzt die Blöcke mit 15 Prozent Anzug. Hinter der Mauer kommen Geotextil, Sickerkies und eine Drainageleitung zum bestehenden Sickerschacht. Die Fugen werden mit Polsterpflanzen begrünt. Etwa 18 Tonnen Stein werden mit dem Lastwagenkran angeliefert. Bauzeit vier Tage, Richtwert rund CHF 13'000.
Wie hoch darf eine Blocksteinmauer ohne Statik sein?
Als Erfahrungswert sind Blocksteinmauern bis rund 1.5 m Höhe bei richtigem Fundament, Anzug und Drainage ohne Berechnung standsicher. Darüber oder bei Auflasten wie Zufahrten verlangen die Gemeinden im Kanton Zürich einen Nachweis nach SIA 267 durch einen Geotechniker oder Bauingenieur.
Was kostet eine Blocksteinmauer pro Laufmeter?
Als Richtwert im Kanton Zürich CHF 500 bis CHF 800 pro Laufmeter mit Moränenfindlingen und CHF 700 bis CHF 1'100 mit Gneis- oder Granitbruchsteinen bei 1 m Höhe, inklusive Fundament, Versetzen und Hinterfüllung. Steinlieferung und Zufahrt für den Lastwagen sind entscheidende Kostenfaktoren.
Kann eine Blocksteinmauer bepflanzt werden?
Ja. Offene Fugen werden mit Erde gefüllt und mit Polsterstauden, Sedum oder Farnen bepflanzt; die Wurzeln stabilisieren die Fugen zusätzlich. Bei Mauern mit Rückenfüllung aus Kies muss die Pflanzerde in Fugentaschen eingebracht werden, damit sie nicht in den Sickerkörper gelangt.
Das setzen wir für Sie um.
01BauStützmauern
Eine Stützmauer hält Erdreich an Hanglagen und Geländesprüngen zurück und schafft nutzbare, ebene Flächen.
02BauGeländegestaltung
Geländegestaltung ist die Modellierung des Terrains: Terrassieren von Hängen, Anlegen und Sichern von Böschungen, Aufschütten von Hügeln, Ausgleichen von Höhen.
03BauUmgebungsarbeiten
Umgebungsarbeiten sind alle Bauarbeiten rund ums Gebäude nach dem Rohbau: Hinterfüllung, Terrain, Zufahrt, Wege, Sitzplätze, Mauern, Treppen, Entwässerung und Humusierung.
Blocksteinmauer: Wir setzen es um.
Begehung vor Ort, verbindliche Offerte, ein Ansprechpartner — für Bau, Tiefbau und Reinigung im Kanton Zürich.
