
Verbundstein
Verbundsteine sind industriell gefertigte Betonpflastersteine, deren Form so gestaltet ist, dass sich benachbarte Steine gegenseitig verzahnen. Sie werden auf einem Splittbett verlegt und bilden einen befahrbaren, versickerungsfähigen Belag für Vorplätze, Zufahrten und Parkflächen.
Verbundstein im Detail.
Verbundsteine sind Betonpflastersteine mit Nasen, Wellen oder Doppel-T-Form, die im Belag ineinandergreifen. Diese Verzahnung verteilt Rad- und Schubkräfte auf die Nachbarsteine, sodass der Belag auch ohne Mörtel befahrbar bleibt. Die Steine sind 6, 8 oder 10 cm dick; 6 cm für Gehwege und Sitzplätze, 8 cm für Zufahrten mit Personenwagen, 10 cm für Lastwagenverkehr und Feuerwehrzufahrten. Standardfarben sind Grau und Anthrazit, auf Wunsch auch Terra, Beige oder gemischt.
Neben dem klassischen Verbundstein gibt es Rechteckpflaster ohne Verzahnung, Ökosteine mit Abstandhaltern für breite Sickerfugen, Rasengittersteine und Sickersteine aus haufwerksporigem Beton. Grossformatige Betonplatten ab 40/40 cm sind keine Verbundsteine und nur für unbefahrene Flächen geeignet. Die Wahl richtet sich nach Belastung, Versickerungsanforderung und Gestaltung. Für Rollstühle und Kinderwagen sind engfugige Steine mit gefaster Kante angenehmer als breite Sickerfugen.
Die Ausführung folgt der VSS-Norm SN 640 480 (Pflästerungen und Plattenbeläge). Der Aufbau: Kiestragschicht 25 bis 40 cm verdichtet, Splittbett 2/5 oder 2/4 mm von 3 bis 5 cm lose abgezogen, Steine im Verband verlegt, Fugen 3 bis 5 mm mit Brechsand 0/2 oder Splitt 1/3 eingekehrt, dann mit der Vibrationsplatte mit Gummimatte abgerüttelt und nochmals verfugt. Das Gefälle beträgt mindestens 2 Prozent, bei Sickersteinen ist auch 1 Prozent zulässig. Randabschlüsse müssen vor dem Verlegen fertig sein.
Im Kanton Zürich sind Verbundsteine bei Zufahrten und Parkplätzen die häufigste Alternative zu Asphalt. Viele Gemeinden rechnen Ökopflaster mit Sickerfugen als versickerungsfähige Fläche an, was die Anforderungen an Retention und Regenwasserabgabe reduziert. Bei Hanglagen im Zürcher Oberland ist zu beachten, dass Verbundsteine ab rund 8 Prozent Gefälle unter Schubbelastung wandern können; dann sind Zwischenriegel aus Beton oder eine gebundene Bauweise nötig.
Typische Fehler sind ein zu dickes Splittbett über 5 cm, das sich später setzt, das Verlegen auf unverdichtetem Kies und das Vergessen der Fugenfüllung. Ohne Fugensand fehlt die Verzahnung, die Steine kippen und brechen an den Kanten. Als Richtwert kostet ein Verbundsteinbelag 8 cm grau inklusive Splittbett, Verlegen und Verfugen CHF 70 bis CHF 110 pro Quadratmeter; mit Kofferung und Randabschluss CHF 130 bis CHF 190 pro Quadratmeter. Farbige Steine und Muster erhöhen den Preis. Swiss Group Constructions verlegt Verbundsteine bei Umgebungsarbeiten im Kanton Zürich mit eigenen Verdichtungsgeräten.
Beispiel: Zufahrt und Parkplatz in Volketswil
Bei einem Neubau in Volketswil werden 110 m² Zufahrt und zwei Parkplätze mit anthrazitfarbenen Verbundsteinen 8 cm belegt. Die Gemeinde verlangt eine versickerungsfähige Fläche, deshalb kommen Ökosteine mit 8 mm Sickerfugen zum Einsatz. Aufbau: 35 cm Kiestragschicht verdichtet, ME-Wert geprüft, Betonstellriemen als Einfassung, 4 cm Splittbett, Steine im Läuferverband, Fugen mit Splitt 1/3 gefüllt. Die Verlegung dauert vier Tage. Richtwert für den Belag inklusive Unterbau: rund CHF 17'000.
Welche Dicke braucht ein Verbundstein für eine Zufahrt?
Für Zufahrten mit Personenwagen genügen 8 cm dicke Steine. Werden Lastwagen, Lieferwagen oder die Feuerwehr erwartet, sind 10 cm nötig. 6 cm dicke Steine sind nur für Gehwege, Sitzplätze und Terrassen ohne Fahrzeugverkehr geeignet.
Verbundstein oder Asphalt: Was ist günstiger?
Bei kleinen Flächen bis 50 m² ist Verbundstein oft günstiger, weil kein Mindestbezug an Mischgut nötig ist. Ab etwa 100 m² wird Asphalt pro Quadratmeter günstiger. Verbundstein hat den Vorteil, dass er versickerungsfähig ist und einzelne Steine bei Leitungsarbeiten wieder eingebaut werden können.
Wie verhindert man Unkraut in den Fugen?
Unkraut wächst nicht aus dem Untergrund, sondern aus Samen, die in die Fugen fliegen. Fugen mit Splitt 1/3 statt feinem Sand bleiben länger sauber. Fugenverfestiger auf Kunstharzbasis oder regelmässiges Abbürsten helfen. Chemische Herbizide sind auf Wegen und Plätzen in der Schweiz verboten.
Das setzen wir für Sie um.
01BauUmgebungsarbeiten
Umgebungsarbeiten sind alle Bauarbeiten rund ums Gebäude nach dem Rohbau: Hinterfüllung, Terrain, Zufahrt, Wege, Sitzplätze, Mauern, Treppen, Entwässerung und Humusierung.
02BauWegebau
Wegebau umfasst Wege und Flächen für Fussgänger: Gartenwege, Hauszugänge, Gehwege, Mergelwege und Sitzplätze.
03BauGeländegestaltung
Geländegestaltung ist die Modellierung des Terrains: Terrassieren von Hängen, Anlegen und Sichern von Böschungen, Aufschütten von Hügeln, Ausgleichen von Höhen.
Verbundstein: Wir setzen es um.
Begehung vor Ort, verbindliche Offerte, ein Ansprechpartner — für Bau, Tiefbau und Reinigung im Kanton Zürich.
