
Pflästerung
Pflästerung ist der Bau eines Belags aus einzelnen Steinen, die in ein Bett aus Splitt oder Mörtel gesetzt und verfugt werden. Der Begriff umfasst Natursteinpflaster wie Granitwürfel ebenso wie Betonpflaster.
Pflästerung im Detail.
Pflästerung bezeichnet in der Schweiz das Handwerk und das Ergebnis des Steinsetzens. Im Unterschied zum Verbundstein, der als Fertigprodukt maschinell verlegt werden kann, meint Pflästerung meist Natursteinpflaster: Granitwürfel, Kopfsteine, Gneisplatten oder Porphyr. Die Steine werden einzeln von Hand gesetzt, mit dem Pflasterhammer eingeschlagen und im Verband ausgerichtet. Pflästerung ist langlebig, reparierbar und wird in Altstädten, bei Vorplätzen und in repräsentativen Gartenanlagen eingesetzt.
Man unterscheidet nach Steinformat und Verlegemuster. Kleinpflaster hat Würfel von 8 bis 10 cm, Mosaikpflaster 4 bis 6 cm, Grosspflaster 14 bis 18 cm. Die Muster reichen vom Reihenverband über den Bogen- und Segmentbogenverband bis zum Schuppenverband. Bei Platten spricht man von Plattenbelägen, nicht von Pflästerung. Rechteckige Natursteine in Reihen nennt man Reihenpflaster, unregelmässige Bruchsteine Polygonalpflaster.
Die Bauweise ist ungebunden oder gebunden. Ungebunden werden die Steine in ein 4 bis 5 cm starkes Splittbett 2/5 mm gesetzt und mit Splitt oder Brechsand verfugt; die Fläche bleibt versickerungsfähig und flexibel. Gebunden werden die Steine in Mörtel gesetzt und mit Pflasterfugenmörtel oder Epoxidharz verfugt, was bei befahrenen Flächen und starkem Gefälle stabiler ist, aber Risse erlaubt, wenn der Unterbau arbeitet. Die VSS-Norm SN 640 480 regelt Pflästerungen, ergänzt durch die Anforderungen an die Tragschicht nach SN 640 585.
Im Kanton Zürich verlangt der Denkmalschutz bei geschützten Bauten oft Natursteinpflaster als Ersatz für Asphalt. Viele Gemeinden fördern ungebundene Pflästerung als versickerungsfähige Fläche, sodass keine Retention nötig ist. Beim Wintereinsatz sind Natursteine tausalzbeständig, aber der Schneepflug kann ungebundene Fugen ausräumen, weshalb bei Zufahrten die gebundene Bauweise oder eine Fugenverfestigung empfohlen wird.
Typische Fehler sind ein zu dünnes Splittbett, das die Steine nicht fixiert, fehlende Randabschlüsse und zu grosse Fugen über 10 mm. Ohne ausreichenden Unterbau setzen sich einzelne Steine und die Fläche wird uneben. Als Richtwert kostet Granitkleinpflaster ungebunden inklusive Splittbett und Verfugung CHF 180 bis CHF 280 pro Quadratmeter, gebunden CHF 250 bis CHF 380 pro Quadratmeter, jeweils ohne Kofferung. Mosaikpflaster in Bogenmustern liegt darüber. Swiss Group Constructions führt Pflästerungen bei Vorplätzen und Sitzplätzen als Teil der Umgebungsarbeiten aus.
Beispiel: Hauseingang in Winterthur
Bei einer Altbauliegenschaft in Winterthur wird der 25 m² grosse Hauseingang, bisher gerissener Asphalt, mit Granitkleinpflaster 9/11 im Reihenverband gepflästert. Aufbau: 25 cm Kiestragschicht, 5 cm Splittbett, Granitwürfel von Hand gesetzt, mit Brechsand eingeschlämmt und mit der Vibrationsplatte mit Gummimatte abgerüttelt. Die alten Sandsteinstufen bleiben erhalten, der Randabschluss ist eine Granitstellplatte. Zwei Pflästerer benötigen drei Tage. Richtwert rund CHF 7'500 ohne Unterbau.
Was kostet eine Pflästerung mit Natursteinen pro Quadratmeter?
Als Richtwert im Kanton Zürich: Granitkleinpflaster ungebunden CHF 180 bis CHF 280 pro Quadratmeter, gebunden in Mörtel CHF 250 bis CHF 380. Mosaikpflaster in Bogenmustern und Importsteine mit besonderer Farbe liegen höher. Kofferung und Randabschlüsse kommen dazu.
Ungebunden oder gebunden pflästern?
Ungebunden ist günstiger, versickerungsfähig und leicht reparierbar; geeignet für Sitzplätze, Wege und leicht befahrene Vorplätze. Gebunden in Mörtel mit festen Fugen ist stabiler bei Lastwagenverkehr, starkem Gefälle und Schneeräumung mit Pflug, aber teurer und anfälliger für Risse bei Frost.
Ist Natursteinpflaster im Winter rutschig?
Gestockte oder gespaltene Oberflächen sind griffig, polierte oder abgefahrene Steine werden bei Nässe und Reif glatt. Für Zugänge empfiehlt sich gespaltener Granit mit rauer Oberfläche. Tausalz schadet Granit nicht, kann aber ungebundene Fugen mit der Zeit auswaschen.
Das setzen wir für Sie um.
01BauUmgebungsarbeiten
Umgebungsarbeiten sind alle Bauarbeiten rund ums Gebäude nach dem Rohbau: Hinterfüllung, Terrain, Zufahrt, Wege, Sitzplätze, Mauern, Treppen, Entwässerung und Humusierung.
02BauWegebau
Wegebau umfasst Wege und Flächen für Fussgänger: Gartenwege, Hauszugänge, Gehwege, Mergelwege und Sitzplätze.
03BauGeländegestaltung
Geländegestaltung ist die Modellierung des Terrains: Terrassieren von Hängen, Anlegen und Sichern von Böschungen, Aufschütten von Hügeln, Ausgleichen von Höhen.
Pflästerung: Wir setzen es um.
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