
Entwässerung im Kanton Zürich
Entwässerung sorgt dafür, dass Regen-, Hang- und Sickerwasser kontrolliert vom Gebäude ferngehalten, versickert oder gedrosselt abgeleitet wird. Swiss Group Constructions baut Drainagen, Sickerleitungen, Versickerungsanlagen und Retentionsbecken im Kanton Zürich – für trockene Keller, stabile Böschungen und die Vorgaben des Gewässerschutzes.

Entwässerung — so gehen wir vor.
Während Kanalisationsarbeiten das Abwasser in den öffentlichen Kanal führen, befasst sich die Entwässerung mit dem Wasser, das gar nicht erst in den Kanal soll: Regenwasser von Dächern und Plätzen, Hangwasser, das gegen die Kellerwand drückt, und Sickerwasser im Boden. Das Gewässerschutzgesetz verlangt, dass nicht verschmutztes Regenwasser wenn möglich vor Ort versickert wird. Erst wenn das nicht geht, darf es gedrosselt in ein Gewässer oder den Regenwasserkanal eingeleitet werden. Die Entwässerung ist damit Bestandteil jedes Baugesuchs.
Die Vorgaben stehen im generellen Entwässerungsplan der Gemeinde und in der Norm SN 592000 sowie in der VSA-Richtlinie zur Regenwasserentsorgung. Ob Versickerung möglich ist, hängt vom Boden ab: Kiesige Böden im Glatttal versickern gut, lehmige Moräne in Hinwil, Bäretswil oder Wald schlecht. Ein Sickertest vor Ort gibt Klarheit. Bei schlecht durchlässigem Boden braucht es ein Retentionsvolumen – ein Becken, eine Zisterne oder eine Rigole –, das Wasser zurückhält und langsam abgibt.
Die Gebäudedrainage ist ein klassisches Thema im Zürcher Oberland mit seinen Hanglagen. Sickerleitungen entlang der Fundamente, eingebettet in Filterkies und Vlies, nehmen Hang- und Sickerwasser auf und führen es zu einem Sickerschacht oder in die Versickerung. Ohne funktionierende Drainage entstehen feuchte Keller und Schäden an der Abdichtung. Bei Sanierungen legen wir die Kellerwand frei, erneuern Abdichtung und Sickerleitung und hinterfüllen mit Sickermaterial.
Oberflächenentwässerung von Plätzen, Zufahrten und Sitzplätzen ist der dritte Bereich. Rinnen, Einlaufschächte mit Schlammsammler und ein Gefälle von mindestens 1.5 Prozent verhindern Pfützen und Eis. Wasser von befahrenen Flächen gilt als leicht verschmutzt und wird über eine belebte Humusschicht oder einen Schlammsammler geführt, bevor es versickert. Wir planen Entwässerungen so, dass sie mit Umgebung, Wegebau und Strassenbau zusammenpassen.
Das ist in Entwässerung enthalten.
Gebäudedrainage und Sickerleitung
Sickerleitungen entlang der Fundamente in Filterkies mit Vlies, Spülschächte an den Ecken und Ableitung zu Sickerschacht oder Versickerung – bei Neubau und Sanierung.
Versickerungsanlagen
Sickerschächte, Rigolen aus Kies oder Kunststoffelementen und Mulden-Rigolen-Systeme, dimensioniert nach Sickertest und VSA-Richtlinie, mit Vorreinigung über Schlammsammler oder Humusschicht.
Retention und Drosselabfluss
Retentionsbecken, Zisternen oder Retentionsrigolen, wenn Versickerung nicht möglich ist, mit Drosselschacht und gedrosselter Einleitung nach Vorgabe der Gemeinde.
Oberflächenentwässerung
Rinnen, Einlaufschächte, Schlammsammler und Gefällegestaltung für Zufahrten, Vorplätze und Sitzplätze, abgestimmt auf Belag und Belastungsklasse.
Hangentwässerung und Böschungsdrainage
Sickergräben, Drainagen hinter Stützmauern und Ableitung von Hangwasser, damit Böschungen und Mauern trocken bleiben und der Wasserdruck nicht ansteigt.
Kellersanierung bei Feuchtigkeit
Freilegen der Kellerwand, neue Abdichtung, Noppenbahn, Sickerleitung und Hinterfüllung mit Sickermaterial – die dauerhafte Lösung gegen feuchte Kellerwände.
Von der Anfrage bis zur Abnahme.
Situation und Boden beurteilen
Wir prüfen Terrain, Wasseranfall und Bodenaufbau, führen bei Bedarf einen Sickertest durch und holen die Vorgaben aus dem GEP der Gemeinde.
Entwässerungskonzept und Offerte
Konzept mit Versickerung, Retention oder Drosselabfluss, Dimensionierung nach VSA und SN 592000, Offerte mit allen Schächten und Leitungen.
Bau der Anlage
Aushub, Sickerleitungen, Schächte, Rigolen oder Becken, Filtervlies und Sickerkies, Anschluss an Dach- und Platzentwässerung.
Einmessung und Übergabe
Einmessung für den Entwässerungsplan, Funktionskontrolle mit Wasser, Abnahme mit Gemeinde oder Bauleitung, Übergabe mit Unterhaltsempfehlung.
Fragen zu Entwässerung.
Direkt beantwortet — für alles Weitere sind wir telefonisch für Sie da.
Frage stellenWas kostet eine Entwässerung beim Einfamilienhaus?
Richtwert: Eine Gebäudedrainage mit Sickerleitung rund ums Haus kostet CHF 6'000 bis 15'000. Eine Versickerungsanlage mit Sickerschacht oder Rigole liegt bei CHF 5'000 bis 15'000, ein Retentionsbecken mit Drossel bei CHF 10'000 bis 25'000. Eine nachträgliche Kellersanierung mit Freilegen, Abdichtung und Drainage kostet je nach Länge CHF 15'000 bis 40'000.
Wie lange dauern Entwässerungsarbeiten?
Eine Sickerleitung beim Neubau verlegen wir in ein bis zwei Tagen, parallel zum Erdbau. Eine Versickerungsanlage braucht zwei bis vier Tage. Bei einer Kellersanierung mit Freilegen der Wände, Abdichtung und Hinterfüllung rechnen Sie mit ein bis zwei Wochen, da die Abdichtung Trocknungszeit braucht.
Braucht es für eine Versickerung eine Bewilligung?
Ja. Die Regenwasserentsorgung ist Teil des Baugesuchs und wird von der Gemeinde geprüft. Versickerungsanlagen für verschmutztes Wasser, etwa von Parkplätzen, und Einleitungen in Gewässer brauchen zusätzlich eine Bewilligung des AWEL. In Grundwasserschutzzonen gelten strengere Regeln. Wir stellen die Unterlagen zusammen.
Kann Regenwasser überall versickert werden?
Nein. Versickerung braucht einen durchlässigen Boden und genügend Abstand zum Grundwasser. In lehmigen Böden, wie sie im Zürcher Oberland verbreitet sind, versickert Wasser zu langsam. Dann ist ein Retentionsvolumen mit gedrosselter Ableitung die Lösung. Ein Sickertest vor der Planung zeigt, was auf Ihrer Parzelle möglich ist.
Worin unterscheiden sich Entwässerung und Kanalisation?
Entwässerung regelt den Umgang mit Regen-, Hang- und Sickerwasser auf dem Grundstück: fernhalten, versickern, zurückhalten. Kanalisation führt Schmutz- und Regenabwasser in den öffentlichen Kanal. Eine gute Entwässerung reduziert die Menge, die in die Kanalisation gelangt, und schützt gleichzeitig Keller und Böschungen vor Wasser.
Fachbegriffe zu dieser Leistung.
Drainage
Drainage bezeichnet das gesamte System zur Entwässerung des Bodens rund um ein Bauwerk oder eine Fläche: Sickerrohre, Filterkies, Vlies, Schächte und Ableitung. Ziel ist es, Wasserdruck von Bauteilen fernzuhalten.
GlossarSickerleitung
Eine Sickerleitung ist ein perforiertes oder geschlitztes Rohr im Boden, das anfallendes Sickerwasser sammelt und kontrolliert ableitet. Sie schützt Fundamente, Kellerwände und Stützmauern vor drückendem Wasser.
GlossarVersickerung
Versickerung ist die Einleitung von nicht verschmutztem Regenwasser in den Untergrund auf dem eigenen Grundstück, statt es in die Kanalisation abzuleiten. Sie ist nach Gewässerschutzrecht die bevorzugte Art der Regenwasserentsorgung.
GlossarRetention
Retention bedeutet das zeitweise Zurückhalten von Regenwasser auf dem Grundstück, damit es gedrosselt und verzögert in die Kanalisation oder ein Gewässer abfliesst. Sie verhindert Überlastungen bei Starkregen.
GlossarRigole
Eine Rigole ist ein unterirdischer, mit Kies oder Kunststoff-Füllkörpern gefüllter Graben, der Regenwasser zwischenspeichert und langsam in den Untergrund versickern lässt. Sie ist die häufigste Form der Versickerungsanlage bei Wohnbauten.
Das passt dazu.
01Kanalisationsarbeiten
Kanalisationsarbeiten umfassen Bau, Anschluss und Sanierung von Abwasserleitungen zwischen Gebäude und öffentlichem Kanal.
02Umgebungsarbeiten
Umgebungsarbeiten sind alle Bauarbeiten rund ums Gebäude nach dem Rohbau: Hinterfüllung, Terrain, Zufahrt, Wege, Sitzplätze, Mauern, Treppen, Entwässerung und Humusierung.
03Stützmauern
Eine Stützmauer hält Erdreich an Hanglagen und Geländesprüngen zurück und schafft nutzbare, ebene Flächen.
Entwässerung anfragen.
Begehung vor Ort, verbindliche Offerte, ein Ansprechpartner von Anfang bis Ende. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns — wir melden uns innert eines Arbeitstags.
