Algen und Moos auf Fassaden und Belägen — Bild zur Leistung von Swiss Group Constructions
Glossar · Reinigung

Algen und Moos auf Fassaden und Belägen

Algen und Moos sind biologischer Bewuchs, der sich auf feuchten, schattigen Fassaden, Terrassen, Wegen und Mauern als grüner, schwarzer oder brauner Belag bildet. Er wird mit Bürsten, Niederdruck oder Hochdruck und speziellen Algen- und Moosentfernern beseitigt.

GrünbelagAlgenbewuchsVergrünungMoosentfernung
Was bedeutet Algen und Moos auf Fassaden und Belägen?

Algen und Moos auf Fassaden und Belägen im Detail.

Algen sind mikroskopisch kleine Pflanzen, die auf jeder Oberfläche wachsen, die regelmässig feucht bleibt und Licht erhält: Nordfassaden, Sockel, Terrassenplatten, Gartenwege, Mauerkronen, Dächer. Sie bilden zuerst einen grünen Schleier, der bei manchen Arten schwarz oder rotbraun wird. Moos siedelt sich in Fugen, Rissen und rauen Belägen an, wo sich Staub und Feuchtigkeit sammeln, und bildet Polster, die Wasser speichern und den Untergrund dauerhaft feucht halten. Beide sind zunächst optische Mängel, führen aber langfristig zu Frostschäden und Rutschgefahr.

Die Entfernung richtet sich nach Untergrund und Bewuchs. Auf Fassaden mit Wärmedämmverbundsystem wird im Niederdruckverfahren gearbeitet: Algen- und Moosentferner auf Basis quartärer Ammoniumverbindungen aufsprühen, einwirken lassen, mit viel Wasser bei geringem Druck spülen. Auf Beton, Verbundstein und Naturstein im Aussenbereich kommen Hochdruckreiniger mit Flächenreiniger oder Heisswasser zum Einsatz, Moos in Fugen wird zuvor mit Fugenkratzer oder Bürste gelöst. Nach der Reinigung verhindert eine Nachbehandlung mit einem Langzeitalgizid oder eine Imprägnierung den raschen Neubewuchs.

Viele Beläge vertragen die naheliegenden Methoden nicht. Hochdruck schwemmt den Fugensand aus Verbundsteinbelägen, raut Betonplatten auf und zerstört Holzterrassen; auf Naturstein wie Sandstein oder Kalkstein hinterlässt er Spuren. Chlorhaltige Mittel bleichen Holz und Klinker und schädigen Pflanzen. Auf Fassaden dürfen keine Hochdruckstrahlen eingesetzt werden. Der richtige Weg ist die Kombination aus mildem Mittel, genügend Einwirkzeit, weicher Mechanik und Nachimprägnierung. Terrassen aus Feinsteinzeug sind am unempfindlichsten.

Im Kanton Zürich ist der Umgang mit Algiziden und dem Spülwasser eine Frage des Gewässerschutzes. Biozide dürfen nicht in Meteorwasserleitungen, Bäche oder Versickerungsanlagen gelangen; das Spülwasser ist über bewachsenen Boden zu versickern oder aufzufangen. Die kantonalen Gewässerschutzvorgaben und die Empfehlungen des VSA gelten auch für Reinigungsfirmen. Verwaltungen verlangen bei Fassaden mit Wärmedämmverbundsystem ein herstellerkonformes Verfahren und bei Terrassen oft eine Nachbehandlung, damit der Aufwand nicht jedes Jahr anfällt.

Typische Fehler sind das reine Abspritzen ohne Mittel, das den Bewuchs nur oberflächlich entfernt und nach Wochen wiederkommt, Hochdruck auf Fassaden und Holz sowie das Vergessen der Ursache, etwa verstopfte Dachrinnen oder Bäume, die die Fassade beschatten. Als Richtwerte kostet die Algen- und Moosentfernung auf Terrassen und Wegen im Kanton Zürich CHF 5 bis CHF 12 pro m², auf Fassaden im Niederdruckverfahren CHF 8 bis CHF 20 pro m². Swiss Group Constructions führt beide Verfahren aus und berät zur dauerhaften Vorbeugung mit Imprägnierung.

Aus der Praxis

Beispiel: Terrasse und Gartenweg in Rüti

Bei einem Einfamilienhaus in Rüti sind eine 45 m² grosse Terrasse aus Betonplatten und ein 25 m² langer Verbundsteinweg unter Bäumen stark vergrünt, die Fugen voller Moos. Das Team löst das Moos mit einem Fugenkratzer, reinigt die Platten mit dem Flächenreiniger bei 150 bar und den Verbundstein mit reduziertem Druck, damit der Fugensand bleibt. Danach werden die Fugen neu eingesandet, die Flächen mit einem Langzeitalgizid behandelt und nach dem Trocknen imprägniert. Aufwand ein Tag; Kosten rund CHF 950 inklusive Imprägnierung.

Häufige Fragen

Fragen zu Algen und Moos auf Fassaden und Belägen.

Frage stellen
Warum kommen Algen und Moos nach der Reinigung so schnell wieder?

Weil die Ursache bleibt: Schatten, Feuchtigkeit und raue Oberflächen. Wer nur abspritzt, entfernt den sichtbaren Bewuchs, nicht die Sporen. Ein Algen- und Moosentferner mit Einwirkzeit, eine Nachbehandlung und eine Imprägnierung verlängern die Wirkung auf mehrere Jahre.

Darf man Algen und Moos mit dem Hochdruckreiniger entfernen?

Auf Beton, Verbundstein und robustem Naturstein ja, mit Flächenreiniger und angepasstem Druck. Auf Fassaden, Holz, Sandstein und weichen Belägen nein; dort raut der Strahl die Oberfläche auf und macht sie anfälliger für neuen Bewuchs. Fugensand muss nach der Reinigung ersetzt werden.

Sind Algenentferner umweltschädlich?

Die meisten enthalten quartäre Ammoniumverbindungen, die für Wasserorganismen giftig sind. Deshalb darf das Spülwasser nicht in Meteorwasserleitungen oder Bäche gelangen, sondern muss über bewachsenen Boden versickern oder aufgefangen werden. Pflanzen neben der Fläche werden vorher gewässert und abgedeckt.

Algen und Moos auf Fassaden und Belägen: Wir setzen es um.

Begehung vor Ort, verbindliche Offerte, ein Ansprechpartner — für Bau, Tiefbau und Reinigung im Kanton Zürich.