Imprägnierung — Bild zur Leistung von Swiss Group Constructions
Glossar · Reinigung

Imprägnierung

Eine Imprägnierung ist ein Schutzmittel, das in Fassaden, Beton, Naturstein oder Plattenbeläge eindringt und sie wasserabweisend macht, ohne die Poren zu verschliessen. Sie wird nach der Reinigung aufgetragen und verzögert Verschmutzung, Algenbewuchs und Frostschäden.

HydrophobierungFassadenschutzSteinschutzNachbehandlung
Was bedeutet Imprägnierung?

Imprägnierung im Detail.

Imprägnierungen sind flüssige Mittel auf Basis von Silanen, Siloxanen oder Fluorpolymeren, die in den Untergrund einziehen und die Porenwände hydrophob beschichten. Wasser perlt danach ab, statt einzudringen, während Wasserdampf weiterhin entweichen kann; die Oberfläche bleibt diffusionsoffen und verändert Farbe und Glanz kaum. Damit unterscheidet sich die Imprägnierung von der Versiegelung, die eine geschlossene Schicht auf der Oberfläche bildet. Im Aussenbereich ist die Imprägnierung fast immer die richtige Wahl, weil sie keine Feuchtigkeit einschliesst.

Der Auftrag erfolgt nach einer gründlichen Reinigung auf trockenem, saugfähigem Untergrund, mit Niederdruck-Sprühgerät, Rolle oder Pinsel, in ein bis zwei Durchgängen nass in nass, bis der Untergrund gesättigt ist. Die Temperatur sollte zwischen 8 und 25 °C liegen, die Fläche darf 24 bis 48 Stunden nach dem Auftrag nicht nass werden. Silan- und Siloxanprodukte werden für Beton, mineralischen Putz, Klinker und Sichtbeton eingesetzt; für Naturstein und Feinsteinzeug gibt es Spezialprodukte, die zusätzlich gegen Fett und Öl schützen. Die Wirkung hält je nach Produkt und Bewitterung 5 bis 10 Jahre.

Nicht jede Fläche lässt sich imprägnieren. Dichte, polierte Natursteine und glasiertes Feinsteinzeug nehmen das Mittel kaum auf; hier entsteht ein Film, der schmiert und Flecken hinterlässt. Wärmedämmverbundsysteme mit Silikonharzputz sind ab Werk hydrophob und brauchen in der Regel keine Nachbehandlung; einige Hersteller schliessen Fremdprodukte aus Garantiegründen aus. Beschichtete Fassaden, Holz und Anstriche benötigen andere Systeme. Vor jedem Auftrag wird eine Probefläche angelegt und nach dem Trocknen auf Farbveränderung und Perleffekt geprüft.

Für Eigentümer und Verwaltungen im Kanton Zürich ist die Imprägnierung vor allem eine Massnahme gegen den schnellen Neubewuchs von Algen und Moos auf Nordfassaden, Sockeln und Terrassen sowie gegen Frostschäden an Betonplatten, Mauerkronen und Sichtbeton. Bei Hochdruck- und Fassadenreinigungen wird sie meist als Option offeriert. Die Mittel sind lösemittel- oder wasserbasiert; im Umfeld von Pflanzen und Versickerungsanlagen sind wasserbasierte Produkte zu bevorzugen. Bei Fassaden unter Denkmalschutz ist die Massnahme mit der Denkmalpflege abzustimmen.

Typische Fehler sind der Auftrag auf feuchtem Untergrund, zu wenig Material auf saugfähigem Beton und die Imprägnierung von Flächen, die gar nicht saugen. Als Richtwerte kostet die Imprägnierung im Kanton Zürich CHF 8 bis CHF 20 pro m² Fassade und CHF 6 bis CHF 15 pro m² Terrasse oder Bodenfläche, jeweils zusätzlich zur Reinigung; der Materialanteil liegt bei CHF 2 bis CHF 6 pro m². Swiss Group Constructions bietet die Imprägnierung nach Fassaden-, Terrassen- und Sichtbetonreinigungen als Ergänzung an.

Aus der Praxis

Beispiel: Sichtbetonmauer und Vorplatz in Wetzikon

Bei einem Mehrfamilienhaus in Wetzikon sind die 60 m² Sichtbeton-Stützmauer am Vorplatz und die 120 m² Betonplatten davor nach zehn Jahren dunkel verfärbt und stellenweise mit Moos bewachsen; an der Mauerkrone zeigen sich erste Frostabplatzungen. Nach der Heisswasser-Hochdruckreinigung trocknen die Flächen drei Tage. Danach wird eine wasserbasierte Silan-Siloxan-Imprägnierung in zwei Durchgängen nass in nass aufgesprüht. Regen perlt seither ab, die Mauer bleibt hell, und der Bewuchs bleibt aus. Kosten der Imprägnierung rund CHF 1'900 zusätzlich zur Reinigung.

Häufige Fragen

Fragen zu Imprägnierung.

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Was ist der Unterschied zwischen Imprägnierung und Versiegelung?

Die Imprägnierung dringt in den Untergrund ein und macht die Poren wasserabweisend, bleibt aber diffusionsoffen und unsichtbar. Die Versiegelung bildet eine geschlossene Schicht auf der Oberfläche, die glänzen kann und Feuchtigkeit einschliesst. Aussen wird deshalb fast immer imprägniert, innen je nach Belag versiegelt.

Wie lange hält eine Imprägnierung?

Auf Fassaden und Sichtbeton 5 bis 10 Jahre, auf begangenen Terrassen und Wegen wegen des Abriebs 3 bis 6 Jahre. Ein einfacher Test ist der Wassertropfen: Perlt er nicht mehr ab, sondern zieht ein, ist die Wirkung erschöpft und eine Auffrischung fällig.

Kann man direkt nach der Reinigung imprägnieren?

Nein, der Untergrund muss vollständig trocken sein, was nach einer Nassreinigung je nach Wetter zwei bis fünf Tage dauert. Auf feuchtem Untergrund zieht das Mittel nicht ein und bildet einen unwirksamen Film. Auch in den 24 bis 48 Stunden nach dem Auftrag darf es nicht regnen.

Imprägnierung: Wir setzen es um.

Begehung vor Ort, verbindliche Offerte, ein Ansprechpartner — für Bau, Tiefbau und Reinigung im Kanton Zürich.